Zahl des Monats: 37

Zahl des Monats: 37

3. August 2026
Eine goldene Zahl 37 vor einer grauen Wand aus Beton - Tiny Houses

37 Quadratmeter – so groß ist Europas erstes Tiny House, das mit einem 3D-Drucker hergestellt wurde. Auf den ersten Blick ist das nur eine Zahl. Bei genauerem Hinsehen steht sie jedoch für eine Entwicklung, die das Bauen in den kommenden Jahren ergänzen könnte.

Das Beispiel zeigt, wie digitale Planung, neue Materialien und automatisierte Fertigung miteinander verbunden werden. Gleichzeitig macht es deutlich: Eine neue Bauweise ist nur dann interessant, wenn sie auch im Alltag funktioniert.

Inhalt

Das 37-Quadratmeter-Haus

Das Tiny House wurde von der dänischen 3DCP Group mit einem BOD2-Baudrucker des Herstellers COBOD hergestellt. Der Grundriss umfasst eine kleine offene Küche, ein Badezimmer, einen offenen Wohnbereich und ein Schlafzimmer auf einer Zwischenebene.

Die besondere Form des Hauses macht deutlich, dass digitale Bauverfahren andere architektonische Lösungen ermöglichen können. Das Gebäude ist kein klassisches Musterhaus und auch kein Beweis dafür, dass sich jedes Wohnproblem mit 37 Quadratmetern lösen lässt. Es ist vor allem ein Pilotprojekt.

Was 3D-Druck im Bauwesen bedeutet

Beim 3D-Druck im Bauwesen werden bestimmte Wand- oder Bauteile schichtweise hergestellt. Ein digital geplantes Modell steuert dabei die Bewegungen des Druckers. Das Material wird genau dort aufgetragen, wo es für die jeweilige Konstruktion benötigt wird.

Das kann neue Formen ermöglichen und einzelne Arbeitsschritte vereinfachen. Trotzdem bleiben viele klassische Bauleistungen notwendig: Grundstück, Planung, Genehmigung, Fundament, Fenster, Dach, Haustechnik, Innenausbau und Abnahmen gehören weiterhin zum Gebäude.

Mögliche Vorteile

  • präzise digitale Planung,
  • möglicherweise weniger Materialverschnitt,
  • neue architektonische Formen,
  • automatisierbare Arbeitsabläufe,
  • Potenzial für kürzere Bauzeiten bei geeigneten Projekten.

Wie groß die tatsächlichen Einsparungen sind, hängt vom einzelnen Projekt ab. Werte zu Material, CO₂ oder Arbeitszeit dürfen deshalb nicht pauschal auf alle 3D-gedruckten Häuser übertragen werden.

Offene Fragen und Grenzen

Eine neue Bauweise muss sich nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich und rechtlich bewähren. Entscheidend sind unter anderem Dauerhaftigkeit, Wartung, Genehmigungsfähigkeit, Versicherbarkeit und die spätere Anpassbarkeit des Gebäudes.

Für Käufer kommt eine weitere Frage hinzu: Wie gut lässt sich eine ungewöhnliche Immobilie später verkaufen oder vermieten? Ein innovatives Gebäude kann interessant sein. Es kann aber auch einen kleineren Kreis potenzieller Käufer ansprechen.

Wenn wir über neue Wohnformen sprechen, fragen Eigentümer und Kaufinteressenten oft zuerst nach der Technik. Im nächsten Schritt kommen jedoch die praktischen Fragen: Wo ist Stauraum? Wie hell sind die Räume? Wie hoch sind die laufenden Kosten? Und lässt sich das Haus später verändern?

Genau diese Fragen entscheiden am Ende über die Alltagstauglichkeit. Die Quadratmeterzahl allein sagt wenig darüber aus, ob sich ein Zuhause großzügig oder beengt anfühlt.

Wer ein ungewöhnliches Gebäude kaufen möchte, sollte neben Grundriss und Ausstattung auch Genehmigungen, Versicherbarkeit, Wartungskosten und Wiederverkauf prüfen. Innovation ist interessant – sie ersetzt aber keine sorgfältige Immobilienprüfung.

Häufige Fragen

Wie groß ist das 3D-gedruckte Tiny House?

Das in diesem Beitrag beschriebene Tiny House ist rund 37 Quadratmeter groß. Es wurde von der dänischen 3DCP Group mit einem BOD2-Baudrucker von COBOD hergestellt.

Ist ein 3D-gedrucktes Haus automatisch günstiger?

Nein. Die Gesamtkosten hängen auch von Grundstück, Planung, Genehmigung, Fundament, Haustechnik, Innenausbau und der konkreten Bauweise ab.

Sind 3D-gedruckte Häuser nachhaltig?

Die Bauweise kann Material und Arbeitsabläufe effizienter gestalten. Ob ein Gebäude insgesamt nachhaltig ist, hängt jedoch vom gesamten Lebenszyklus, den Materialien, dem Energieverbrauch und der Nutzungsdauer ab.

Fazit

Die Zahl 37 steht für ein kleines Haus und eine große Idee. Der 3D-Druck kann das Bauen ergänzen, wird aber nicht jede traditionelle Bauweise ersetzen.

Für Eigentümer und Käufer bleibt entscheidend, ob eine Immobilie gut geplant, dauerhaft nutzbar, rechtlich abgesichert und alltagstauglich ist.

In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

Foto: © Jill_J_Jenkins/pixabay.com

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