Wie viel Eigenkapital benötige ich für den Immobilienkauf?

Wie viel Eigenkapital benötige ich für den Immobilienkauf?

5. März 2025
Eine Jeans, in der in einer Tasche ein 5- und ein 10-Euro-Schein steckt, als Symbol für das Eigenkapital beim Immobilienkauf | Immobilienkauf

Soll eine Immobilie zu 100 Prozent finanziert werden, fordern Banken in der Regel hohe Zinsen und mehr Sicherheiten. Hohe Zinsen bedeuten zudem hohe Raten oder lange Laufzeiten. Deshalb ist es sinnvoll, eine Immobilie mit einem gewissen Eigenkapitalanteil zu finanzieren. Doch wie hoch sollte der sein, um eine solide Finanzierung zu gewährleisten?

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Eigenmittel umfassen alle finanziellen Ressourcen, die ein Käufer selbst für den Erwerb einer Immobilie aufbringen kann, darunter fallen zum Beispiel Ersparnisse (wie Tages- oder Festgeld), Bausparguthaben, Anlagen in Aktien oder Investmentfonds, finanzielle Zuwendungen oder Geschenke von Familienmitgliedern sowie bereits bestehendes, schuldenfreies Immobilienvermögen.

Ein beträchtlicher Anteil an Eigenmitteln verringert die notwendige Kreditsumme und somit die monatliche finanzielle Belastung. Außerdem bieten Banken günstigere Zinssätze, wenn ein größerer Betrag an Eigenmitteln eingebracht wird, da dies das Risiko für den Kreditgeber reduziert.

Empfohlene Mindesthöhe des Eigenkapitals

Banken und Finanzexperten raten üblicherweise dazu, eine Eigenkapitalquote von wenigstens 20 bis 30 Prozent des Kaufpreises anzustreben. Doch wie setzt sich dieser Betrag zusammen?

  1. Abdeckung der Kaufnebenkosten durch Eigenmittel

Zu den Kaufnebenkosten zählen:

  • Grunderwerbsteuer (abhängig vom Bundesland zwischen 3,5 % und 6,5 %)
  • Notar- und Grundbuchkosten (etwa 1,5–2 % des Kaufpreises)
  • Maklerprovision (3–7 % des Kaufpreises)

Insgesamt summieren sich diese Kosten auf circa 10–15 % des Kaufpreises. Banken finanzieren diese Nebenkosten normalerweise nicht mit, sie müssen also durch Eigenmittel gedeckt werden.

  1. Eigenmittel für eine stabile Finanzierung

Neben den Kaufnebenkosten sollte idealerweise zusätzliches Eigenkapital für den Kaufpreis der Immobilie vorhanden sein. Die gängige Regel lautet:

  • Mindestens 20 % Eigenkapital → Stabile Finanzierung zu attraktiven Zinsen
  • 30 % oder mehr Eigenkapital → Oft wesentlich bessere Konditionen und niedrigere Raten
  • Weniger als 20 % Eigenkapital → Höhere Zinsen, oft sind zusätzliche Sicherheiten nötig

Nutzen von staatlichen Förderungen

Wer nicht über ausreichend Eigenmittel verfügt, kann auf diverse Förderprogramme zurückgreifen, um die Finanzierung zu vereinfachen. Zu den Möglichkeiten gehören KfW-Kredite, Wohn-Riester oder zusätzliche regionale Förderprogramme in vielen Bundesländern. Eine unabhängige Beratung durch einen Finanzierungsexperten ist hierbei empfehlenswert.

Schlussbetrachtung

„Je höher der Anteil des eingebrachten Eigenkapitals, desto vorteilhafter die Finanzierungsbedingungen“, erklären Catrin Bühler & Markus Bühler von Lebenstraum-Immobilien in München und dem Münchener Umland. Eine Eigenkapitalquote von 20–30 % ist optimal, um günstige Zinsen und eine tragbare monatliche Rate zu sichern. Wer weniger Eigenkapital aufbringt, sieht sich höheren Kosten gegenüber, kann jedoch durch Förderungen und intelligente Finanzierungsstrategien den Traum vom eigenen Heim verwirklichen.

Haben Sie Fragen zu einer maßgeschneiderten Finanzierung? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gerne persönlich zu Ihren Möglichkeiten beim Immobilienkauf oder empfehlen Ihnen einen unabhängigen Finanzierungsberater.

 

 

Hinweise:

In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

Foto: © Canonlife/Depositphotos.com

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